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Ich hab ewig nach der 'richtigen' Definition gesucht..

Gefunden! 

 

Dieser Text hab ich nicht selber geschrieben, er ist kopiert von Sturmwaisen.info

Meine persönliche Einstellung zu Pro Ana mag sich von der, der Mehrheit unterscheiden. Aber dennoch:
Für mich ist Ana eine ernstzunehmende Krankheit. Sie hat rein gar nichts mit Lifestyle zu tun und ich wünsche sie niemanden. Sie ist nichts Erstrebenswertes.

Ana als Lifestyle zu bezeichnen impliziert für mich, die Essstörung zu verharmlosen und sogar darüber hinaus sie zu propagieren.
Aus diesem Grund sind auf meiner Homepage auch nicht Anas 10 Gebote und ebenfalls nicht der Brief aufgeführt. Zum einen denke ich, dass sie sowieso überall zu finden sind und zum anderen kann ich sie einfach nicht ernstnehmen.

Für mich bedeutet Pro Ana mit etwas nicht normalen, normal leben zu wollen, zu versuchen, Ana als einen Teil der Persönlichkeit in das Leben zu integrieren.
Ich bin nicht der Ansicht, dass man als Pro Ana sich die ES ausgesucht hat, sie bewusst gewählt hat. Ich denke, dass man das bei keiner Essstörung tut.
Pro Ana unterscheidet sich dennoch für mich von der Magersucht, ganz einfach dahingehend, dass sie voraussetzt, dass man eine gewisse Entscheidung getroffen hat.
Und zwar eine Entscheidung für ein Leben mit der Essstörung.
Das bedeutet aber nichts zwangsläufig, dass man sich dabei gegen ein Ankämpfen gegen die ES entschieden hat, sondern einfach, dass man bereit ist sie anzuerkennen und sich mit ihr und dem eigenen Leben auseinander zu setzten.

Pro Ana fördert ein Leben mit einer Krankheit, aber nicht die Krankheit selbst.
Hierbei liegt die Betonung stark auf ein Leben und nicht auf Krankheit.
Wir werden immer wieder beschuldigt uns gegenseitig erst in die ES richtig hineinzuziehen. Ich sehe das allerdings nicht so.
Wir tun lediglich das offen und gemeinsam, was wir sowieso tun.
Ein wenig ist z.B. ein Pro Ana Forum (meiner Meinung nach) mit einer Art Fixerstube zu vergleichen. Es gibt einem die Möglichkeit mit der Krankheit ein wenig gesünder und ehrlicher zu leben, sich auszutauschen und auch aufeinander acht zu geben.

Leider ist Isolation eine häufige Folge der Magersucht. Man zieht sich aus der Welt zurück hinein in die eigene aus Kalorien, Fressanfällen und Selbsthass.
Pro Ana stellt für viele von uns eine Verbindung zum Leben dar. Menschen, die einen verstehen, die mitfühlen und das ohne den Zwang etwas loszulassen, wozu man (noch) nicht bereit ist.
Denn um eine ES zu "heilen" muss man es wirklich wollen und selbst dann gibt es keine Garantie.

Pro Ana wird oftmals für die Verbreitung von Essstörungen verantwortlich gemacht. In meinen Augen ist eine Essstörung in fast allen Fällen aber bloß ein Symptom für ein noch tiefer liegendes Problem.
Der Körper drückt das aus, was der Geist nicht anders zu artikulieren weiß.

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Daher denke ich nicht, dass eine ES so ohne weiteres entstehen kann, schon gar nicht einfach so durch Pro Ana. Ich kann dafür nicht die Medien verantwortlich machen und ebenso wenig allein die Gesellschaft.
Möglich, dass beides dazu beiträgt, dass bei uns eben gerade eine ES als Ausdruck des ganzen "gewählt" wurde und das wir in einer anderen Gesellschaft, in einer anderen Zeit, eine ganz andere Krankheit hätten.
Unbestritten ist nämlich, dass Schlankheit in unserer Gesellschaft Hochachtung und Bewunderung hervorruft.
Wir leben in einer Zeit in der, der eigene Körper als Statussymbol angesehen wird. Je perfekter, desto besser ist der Mensch, da Perfektion harte Arbeit voraussetzt.
Den eigenen Körper zu perfektionieren ist zum Luxus geworden. Während Anfang des 20. Jahrhunderts eine füllige Figur Ausdruck von Wohlstand war, ist es heute der Verzicht. Daraus entwickelt sich leicht, gerade bei Frauen, eine Dynamik dazu, dass der perfekte Körper als Sinnbild für Disziplin uns Stärke betrachtet wird.

Es gibt zahlreiche Veröffentlichungen die sich mit der These beschäftigen, dass das Schlankheitsideal mit der Emanzipation zusammen hängt.
Unumstößlich ist eine Frau mit weiblichen Kurven für die meisten Männer anziehender. Der biologische Grund dafür mag einfach der sein, dass eine etwas fülligere Frau schlicht und ergreifend gebärfähiger ist.
Gleichermaßen steht ein abgemagerter Frauenkörper für Unweiblichkeit. (Dabei ist es interessant, dass gerade bei Magersüchtigen oftmals, aber nicht immer, Weiblichkeit als abstoßend empfunden wird, der eigene Körper sich gegen das Frausein wert. Wobei das Ausbleiben der Menstruation dabei eine Bestätigung darstellt).
Dennoch ist es fraglich, ob der einzige Grund für das moderne Schlankheitsbild die Weigerung der Frau ist sich auf den Archietypus der fruchtbaren Gebärmaschine reduzieren zu lassen, ganz einfach, weil das Emanzipieren einer solchen Reduktion, so wie jegliche Emanzipation im Allgemeinen, Ausdruck von Stärke bedeutet und ein abgemagerter Frauenkörper sicherlich nicht das auf den ersten Blick zu vermitteln vermag.
Dass hieße nämlich, dass sich vermeintliche Stärke hinter vermeintlicher Schwäche verbergen würde.

Das allerdings stellt eine deutliche Parallele zur Magersucht dar: sich disziplinieren, kontrollieren um somit der (nach eigener Ansicht) inneren Schwäche Ausdruck zu verleihen.
Es ist widersprüchlich: Magersucht entsteht oftmals aus dem Drang heraus die Dinge zu kontrollieren, Herr zu werden über den eigenen Körper und Geist. Doch Körper (und Geist) Lebenswichtiges zu verweigern, heißt letztendlich auch Körper und Geist an sich zu verleugnen und somit auch sich selbst.

Hierbei wird deutlich inwiefern eine ES auch eine Form der Betäubung darstellt: Innerer Schmerz wird überspielt mit äußerlichen wie Hunger und Durst. Man konzentriert sich auf das Körperliche um sich mit dem Geistigen nicht beschäftigen zu müssen.

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Dabei ist das eigentliche Abnehmen nicht unbedingt immer ausschlaggebend. Zwar rückt es immer wieder in den Mittelpunkt, ist aber dennoch eher eine Art Maßstab des Erfolgs bzw. Misserfolgs.
Eine Magersüchtige sieht sich immer als zu dick. Ganz gleich ob sie 100 oder 30 kg wiegt. Dennoch ist ihr, vom Kopf her, irgendwo schon bewusst, dass sie es nicht unbedingt ist. Aber das Denken "Ich bin zu fett, zu fett, zu fett" ist antrainiert und kommt zu Stande, eben weil die Magersüchtige mit ihrer ES ihre Probleme versucht zu simplifizieren:

Etwas, was sich nicht kontrollieren lässt (die eigene Psyche, der Schmerz, der Selbsthass) entzieht sich unseren Einfluss. Wir können es nicht steuern, fühlen uns in uns selbst gefangen, teilweise sogar fremd.
Daraus entsteht schnell der Wille es doch zu kontrollieren.

Jeder Mensch muss essen um zu überleben.
Allein dieser Gedanke entwickelt (zumindest bei mir) einen reizvollen Umkehrschluss: 1.) meisterhafte Selbstkontrolle ist nur bei Dingen zu finden, die sonst niemand kontrollieren kann (denn es ist nicht anzuzweifeln, dass der Mensch essen muss) und 2.) will ich eigentlich überleben? Und wenn ja, doch dann nur, wenn ich mich selbst im Griff habe.

Damit möchte ich nicht sagen, dass eine Magersüchtige zwangsläufig suizidal ist. Es ist oftmals auch genau gegenteilig: Die ES ist der vermeintliche Schlüssel zum Überleben (Selbstzerstörung aus Überlebenstrieb, Schmerz = Gefühl = lebendig).
Natürlich entsteht daraus all zu schnell die Meinung, dass man nicht mehr ohne diese Stütze, Essstörung, überleben kann und es kommt das zu Stande, was man schlichtweg auch als Sucht bezeichnen kann.

Für mich stellt meine ES eine Gradwanderung aus betäuben und zerstören dar. Ebenso wie beim SVV, bei dem der körperliche Schmerz den inneren überspielt, wird bei der ES die Askese thematisiert.
Es ist eigentlich ein ganz einfaches Schwarz-Weiß-Denken:
Der eigene Selbstwert steigt immer im gleichen Maße an, wie das Gewicht fällt. Je weniger ich wiege umso mehr bin ich auch wirklich ich selbst. Die Selbstgeißelung als ein Akt der Selbstbefreiung, ein Mischmasch aus dem Wunsch einerseits ein achtungerheischendes Mahnmal darzustellen und gleichzeitig einfach zu verschwinden.

Ich will nicht leugnen, dass viele Pro Anas eine vollkommen andere Sicht zu dem Thema haben, Pro Ana als etwas anderes bezeichnen als ich.
Aber mir ist durchaus bewusst, dass auf dieser Seite nicht nur Pros landen werden. Ich möchte aber deutlich machen, wie meine Einstellung zu diesem umstrittenen Thema ist.

Abschließend kann ich eigentlich nur noch Toleranz predigen:
Jeder Mensch hat meiner Meinung nach das Recht so zu leben wie er will, solange er andere damit nicht schadet.
Und das tue ich nicht und die meisten anderen auch nicht.
Daher bitte ich einfach darum mich mein eigenes Leben so leben zu lassen, wie ich es möchte.
Ich verlange nicht, dass man meine Beweggründe versteht, geschweige denn mich selbst (das tu ich ja selber nicht einmal), aber es ist wichtig zu erkennen, dass Vorurteile gegen Pro Ana meist nur Vorurteilen gegen Essstörungen im Allgemeinen gleichkommen.
Denn wenn man Essstörungen, insbesondere die Magersucht wirklich versteht, dann begreift man, dass es letztendlich keinen Unterschied macht ob man sich gegenseitig Thinspiration vorführt oder heimlich alleine zu Hause eine Modezeitschrift aufschlägt.
Damit möchte ich sagen, dass jede Magersüchtige, die nicht gerade standhaft gegen ihre ES ankämpft und am abnehmen ist, ein kleines Stückchen Pro Ana ist, selbst wenn sie den Begriff nie zu vor gehört haben sollte.
Dies ist nun einmal Bestandteil der Krankheit.
Uns das vorzuwerfen bedeutet Unverständnis für die Krankheit an sich zu haben. Und genau das ist bei den meisten Menschen leider der Fall und daher ist es ja wohl auch nachzuvollziehen, dass wir Möglichkeiten und Orte suchen an denen wir diesem Unverständnis nicht ausgesetzt sind.

Denn letztendlich wollen wir nur eins: In Ruhe und frei leben.

Kurze Mitteilung:

Dies ist eine Pro Ana Seite. Wer sich nicht mit indifizieren kann-verlassen. Seit vorsichtig hach ja <3

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